Sultan-Hassan-Moschee

Sultan-Hassan-Moschee in Kairo

Sultan-Hassan-Moschee in Kairo

Die Sultan-Hassan-Moschee wurde im Jahr 1363 fertig gestellt und gehört zu den bedeutendsten Monumenten der islamischen Altstadt von Kairo. Die Moschee ist ein schönes Beispiel für die Architektur der Mameluckenzeit.

Das Gebäude ist asymmetrisch fünfeckig und 7900 Quadratmeter groß. Dabei hat es eine Höhe von 36 Meter und wirkt ein wenig wie eine dunkle Festung.
Ursprünglich waren vier Minarette geplant, doch es wurden nur zwei gebaut. Ein Minarett fiel schon beim Bau ein.
Sultan Hassan erlebte die Fertigstellung seiner Moschee nicht mehr, da er 1361 von Rivalen getötet wurde. Seine Leiche wurde nie gefunden. Im Mausoleum der Moschee liegen daher nur seine Söhne.
Die Moschee wird heute noch genutzt. Es waren einmal vier Religionsschulen dort untergebracht (Madrasa), die restauriert werden.
Zum großen Eingangsportal der Moschee steigt man eine Treppe hinauf und geht im reich dekorierten Vorraum nach links durch einen Gang zum Innenhof. Der Innenhof hat einen Brunnen, um den acht Säulen ein Holzdach tragen. Von den vier Gebetsräumen gehen Türen zu den Rechtsschulen der Hanafiten, Hanbaliten, Malikiten und Schafiiten.
Frontal blickt man auf den Hauptiwan, in dem die Gebetsnische mit dem goldenen Schriftfries liegt. An der Wand entlang läuft ein größerer Schriftfries aus Stuck.
Am Ende der Treppe, die hoch zur Gebetskanzlei führt, befindet sich eine mit Bronze beschlagene Holztür. Man kann weitere große Bronzetüren im Hauptgebetsraum finden.
Durch eine Gittertür kann man das Mausoleum betreten und dort die Stalaktitendekoration an der Decke und das Schriftfries in riesigen goldenen Buchstaben bewundern.