Khan-el-Khalili Bazar

Khan-El-KhaliliDer grösste Bazar der arabischen Welt wurde benannt nach dem Emir Dscharkas el-Khalili. Er gründete 1382 diesen Markt, der zuerst nur eine grosses Lagerhaus (arabisch:Khan) in der Nähe anderer grosser Märkte war.
Der Markt wurde immer weiter aufgebaut bis er stand, wie er heute steht.
Bazar ist die persische Bezeichnung für Markt, im arabischen heisst es „Suk“, dennoch hat sich der Name Khan el-Khalili-Bazar durchgesetzt.
Früher war der Bazar nach den verschiedenen Handwerkszünften getrennt, heutzutage verwaschen sich diese Grenzen immer mehr. Dennoch ist der Bazar sehr sehenswert. Man kann Goldschmiede beobachten, Teppichknüpfern zuschauen, Parfümeure bieten ihre Kreationen an und Kupferschmiede arbeiten nach Auftrag.
Hier sieht man den Mikrokosmos der Bevölkerung von Ägypten und eigentlich der ganzen arabischen Welt. Man begegnet Frauen, die schwere Körbe auf den Köpfen tragen und ebenso Frauen, die komplett verhüllt dort einkaufen. Ebenso gibt es auch Frauen, die modisch gekleidet, mit Schmuck behangen und im schicken Kostüm durch den Basar schlendern (oftmals wohlhabende arabische Touristen aus den Emiraten). Man sieht Arbeiter mit mutig beladenen Handkarren und kleine Kinder, die Tabletts mit Kaffee und Tee durch das Gewühl balancieren. Ausserdem kleine Kinder, die versuchen, Ihre Waren zu verkaufen oder Kinder, die mit Schuluniform durch den Basar laufen und die Bücher unter dem Arm geklemmt haben. Es gibt Männer mit langen Bärten, die eine Galabeya tragen (arabisches Hemd) und gerade von der Moschee kommen oder hinpilgern, ausserdem Männer, die mit ihrer ganzen Familie Einkäufe im Bazar machen und wohlwollend ihrer Frau das Portemonnaie reichen.
Durch das ganze Gewühl bahnen sich Lieferantenautos und ab und zu ein Taxi hupend und mutig rangierend ihren Weg durch die Fußgängerzone. Oft fahren sie in Fingerbreite an den Verkaufsständen vorbei-komischerweise geht es immer gut.
Am Khan El-Khalili Basar bekommt man alles. Egal, ob Kamelhocker, Schach- und Backgammon-Spiele mit Alabaster-Einlegearbeiten, Geldbörsen und Gürtel aus Leder, günstige Baumwolle, Handtücher oder Souvenirs und Lebensmittel.
Den wahren Zauber entdeckt man in den Innenhöfen, die meistens in einer Sackgasse liegen. Dort findet man viele Werkstätten, wo man Glasbläsern, Kupfer- und Goldschmieden und Schneidern bei ihrer Kunst zusehen kann.

Khan-El-Khalili in Kairo

Ansicht Khan-el-Khalili-Bazar in Kairo

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