Memphis und die Ramses Statue

Ausflug Sakkara Kairo
Riesig gross ist die Statue von Ramses

Im Jahre 1882 wurde die berühmte Kolossalstatue von Ramses II. (ca. 1279-1213 v. Chr.) in den Trümmern des Ptah Tempels entdeckt.

Dort lag sie restaurationsbedürftig bis ins Jahr 1955. Dann erst wurde sie in Einzelteile zerlegt und in die Innenstadt von Kairo gebracht, wo man sie restaurierte und dann vor Ort wieder aufrichtete.

Seitdem stand die arme Ramses-Statue in der Nähe des Hauptbahnhofs und war umtost vom Verkehr einer Millionenstadt, angefressen von beißenden Abgasen, durchgerüttelt vom Rattern der U-Bahn.

Im August 2006 erbarmte man sich endlich der Statue und schickte den 3200 Jahre alten Ramses zurück in die Wüste. Mitten in der Nacht wurde die riesige Granitstatue von Ramses (11m hoch) auf einen Spezialtransporter gehievt und im Schneckentempo zu ihrer neuen / alten Heimat in die Wüste zur legendären Stadt Memphis gebracht. Tausende Schaulustige beobachteten dieses Spektakel.

Davor hatte man dies bereits mit einem Replik geübt, um sicherzugehen, dass eine Statue auf diesem Wege unbeschadet viele Kilometer durch Kairo und bis nach Memphis überstehen würde.

Keiner hatte mehr mit der Verlegung gerechnet, denn die Pläne für den Umzug lagen schon seit Jahren in den Schubladen. Offensichtlich hatte man jedoch Angst, die Statue zu zerstören. Oft wurde der Transport angekündigt und dann doch wieder abgesagt. Und so wurde es in Ägypten bereits ein geflügeltes Wort zu sagen: „Ja, ja das wird geschehen, wenn Ramses versetzt ist.“ Um auszudrücken, dass es wohl nie geschehen würde.

Nun hat Ramses den Lärm und Dreck von Kairo zwar hinter sich gelassen und ist wieder in der Wüste. Dort liegt er jedoch etwas unglücklich in Memphis und wartet darauf, ein richtiges Museum zu bekommen. Wann das geschehen wird, weiß wohl niemand.

Sehenswert ist die Statue allemal. Wer einen Ausflug nach Sakkara zur Knickpyramide und zur Stufenpyramide macht, sollte auch einen Zwischenstopp in Memphis einlegen.

 

Ausflug Kairo
Nach so vielen Jahren erkennt man immer noch die Details der Ausarbeitung

 

Fahrt auf einer Felukke auf dem Nil in Kairo

Genießen Sie eine einzigartige Fahrt auf einer Felukke den wunderschönen Nil entlang und betrachten Sie die Stadt Kairo mal von einer ganz anderen Perspektive.

Felukke im Sand

Zahlreiche Hotels mit wunderschönen Gärten liegen am Nil entlang und das bunte Treiben auf den Straßen sieht mit etwas Entfernung gleich ganz anders aus. Entspannen Sie von der Hektik der Stadt auf dem ruhigen Nil und tanken Sie neue Kräfte. Nach der etwa 2-stündigen Fahrt sind Sie gestärkt für die nächste interessante Sehenswürdigkeit in Kairo.
Sie werden von Ihrem Hotel in Kairo abgeholt und fahren mit Ihrem deutschsprachigen Reisebegleiter zum Ausgangspunkt. Danach erfolgt der Transfer zurück zum Hotel.

Preis pro Person:
Einzelperson: 60 EUR
2-3 Personen: 40 EUR
4-6 Personen: 29 EUR

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Nil Kairo

Die Stufenpyramide von Sakkara

 

Ägypten
Sakkara-Pyramide

Die 3. Dynastie begann in Wirklichkeit schon mit dem Pharao Sanacht (man weiss wenig über ihn, obwohl er 18 Jahre lang herrschte) gilt Djoser als ihr wahrer Begründer. Auf ägyptisch lautet der Name „Geser“, das bedeutet „heilig“. Er hatte so eine große Bedeutung, dass sein Name im Königlihcen Kanon, der in Turin aufbewahrt wird, mit roter Tinte geschrieben wurde. Zoser bedeutet Sakkara.

 

Hyroglyphen
Wunderbar erhaltene Zeichen auf den Säulen im Karnak Tempel

Selten kann man einen Pharao so stark mit seinem Werk identifizieren. Die Stufenpyramide Djosers ist das älteste Bauwerk der Welt, welches vollständig aus Stein errichtet wurde. Der preußische General Minutoli entdeckte diese Pyramide 1821 und 20 Jahre später erforschte sie der deutsche Archäologe Lepsius.
Die Pyramide entstand zuerst in der Form einer normalen Mastaba (bedeutet auf arabisch „Bank“), mit einem rechteckigem Grundriss und leicht nach innen geneigten Wänden. Diese Art wurde bei Gräbern von Adligen und Würdenträgern verwendet.
Auf die erste Mastaba setzte man eine zweite, dann eine dritte und so weiter. So entstand eine Pyramide mit 6 Stufen. Die heutige Pyramide hat eine Höhe von 62m, eine Grundfläche von 109x125m.
Die Grabkammer des Pharao liegt fast genau in der Mitte der Pyramide auf dem Grund eines vertikalen Schachtes, der 28m in die Tiefe geht. Von dort aus nimmt ein mehr als 5 Kilometer langes Labyrinth von Räumen, Durchgängen, Korridoren und Kammern seinen Weg, das den ewigen Schlaf des Pharaos beschützen sollte.
Der Baukomplex von Sakkara ist umgeben von einer rechteckigen Außenmauer aus Kalkstein, welche 10m hoch ist und von 14 vorgetäuschten Toren durchbrochen wird. Die Mauer sieht so aus wie die Fassade des Herrscherpalastes von Memphis.

Sakkara Pyramide
Sie benötigen nur 30 Minuten Autofahrt südlich von Kairo den Nil entlang, um die Mutter aller Pyramiden zu entdecken

 

Innenansicht einer Pyramide

Innenansicht der mittleren Pyramide

Innenansicht der mittleren Pyramide
So sieht der Gang hinunter in eine Pyramide aus. Es ist sehr flach und die Luft ist stickig. Wer körperlich nicht einigermassen fit ist oder unter Platzangst leider, sollte diesen Gang nicht antreten. Ebenso Menschen mit Rücken- oder Kniebeschwerden, da man sehr lange gebeugt geht. In der grossen Pyramide von Cheops ist der Gang am längsten, wer sich unsicher ist, sollte lieber die kleineren Pyramiden bevorzugen. Im Inneren sehen sich die Pyramiden ziemlich ähnlich. Der niedrige Gang geht in das Innere. Es gibt keinerlei Verzierungen an den Wänden, alles ist sehr karg. Der Sarg des Pharaos ist dann in der Kammer am Ende des Ganges. Auch hier erinnert nichts an den Prunk der Gräber in Luxor.

Es scheint so, als ob man alle Energie in die Errichtung der Pyramiden gesteckt hat, dann aber keinen Gedanken mehr an das Innere verschwendet hat. Es ist also nicht sonderlich spektakulär, aber natürlich schon ein aussergewöhnliches Gefühl, einmal IN einer Pyramide zu sein.

Das Bootsmuseum an den Pyramiden

Bootsmuseum an den Pyramiden
Bootsmuseum an den Pyramiden

Im Süden der Cheops-Pyramide wurde 1954 ein hölzernes Schiff ausgegraben, das dem Pharao mit ins Grab gegeben worden war und stolze 43 Meter lang ist.
An Heck und Bug endet die elegant geschwungene Barke mit einer Papyrusdolde.
Sie hat insgesamt zwölf Ruder (10 für die Fortbewegung und 2 zum Steuern) und es lohnt sich auf jeden Fall, die Treppen bis ganz nach oben hinaufzugehen und einen Blick hinunter auf das Boot zu werfen, welches in einem Gebäude direkt neben dem Fundort untergebracht ist.
Denn nur von oben kann man erkennen, wie das Boot, das eine grosse Kabine und ein Sonnendach hat, mit Tauen zusammengeschnürt wurde. Das Boot wurde nicht etwa in fertigem Zustand dem Pharao mit ins Grab gelegt, sondern in 1224 Einzelteilen. Nach der Entdeckung hat man die jahrtausende alten zedernhölzernen Planken in Puzzlearbeit wieder zusammengebunden.
Wer in das Gebäude gehen will, muss Eintritt zahlen und Überschuhe aus Leinen anziehen, um das Parkett zu schonen. Aber aufgepasst-man rutscht schnell auf der Treppe!

Die Totenstadt in Kairo

Tausende von Menschen leben in Kairo auf Friedhöfen und tun dies aus Tradition oder einfach wegen Platzmangel. Es gibt zwar keine Geschäfte oder Kaffeehäuser, dennoch lebt es sich dort fast wie in einem „normalen“ Stadtviertel. Entstanden ist diese ungewöhnliche Konstellation dadurch, dass in vielen Familiengräbern (meistens Gruften unter der Erde, die entstanden als Kairo noch kein Platzproblem hatte und daher sehr grosszügig gebaut wurden) von Anfang an ein Wächter lebte, der sich um die Pflege des Grabes kümmerte. Nach alter islamischer Sitte schliefen die Verwandten an Festtagen, wenn sie die Toten besuchten, in einem Haus über der Gruft. Wenn der Wächter heiratete, zog die Frau bei ihm ein. Irgendwann schlief die Sitte der mehrtätigen Besuche auf dem Friedhof ein, so dass der Wächter und seine Frau mehr Platz zur Verfügung hatten und Bedienstete unterbringen konnten.
Wirklich legal lebt in den Totenstädten heutzutage niemand. Doch der Wohnraummangel in Kairo ist so gross geworden, dass sich die ägyptische Regierung dazu durchrang, den zehntausenden Bewohnern der Totenstadt Strom- und Wasseranschlüsse zu legen. So leben heute die Lebenden über den Gräbern.

Totenstadt in Kairo
Über den Dächern von Kairo

Khan-el-Khalili Bazar

Khan-El-KhaliliDer grösste Bazar der arabischen Welt wurde benannt nach dem Emir Dscharkas el-Khalili. Er gründete 1382 diesen Markt, der zuerst nur eine grosses Lagerhaus (arabisch:Khan) in der Nähe anderer grosser Märkte war.
Der Markt wurde immer weiter aufgebaut bis er stand, wie er heute steht.
Bazar ist die persische Bezeichnung für Markt, im arabischen heisst es „Suk“, dennoch hat sich der Name Khan el-Khalili-Bazar durchgesetzt.
Früher war der Bazar nach den verschiedenen Handwerkszünften getrennt, heutzutage verwaschen sich diese Grenzen immer mehr. Dennoch ist der Bazar sehr sehenswert. Man kann Goldschmiede beobachten, Teppichknüpfern zuschauen, Parfümeure bieten ihre Kreationen an und Kupferschmiede arbeiten nach Auftrag.
Hier sieht man den Mikrokosmos der Bevölkerung von Ägypten und eigentlich der ganzen arabischen Welt. Man begegnet Frauen, die schwere Körbe auf den Köpfen tragen und ebenso Frauen, die komplett verhüllt dort einkaufen. Ebenso gibt es auch Frauen, die modisch gekleidet, mit Schmuck behangen und im schicken Kostüm durch den Basar schlendern (oftmals wohlhabende arabische Touristen aus den Emiraten). Man sieht Arbeiter mit mutig beladenen Handkarren und kleine Kinder, die Tabletts mit Kaffee und Tee durch das Gewühl balancieren. Ausserdem kleine Kinder, die versuchen, Ihre Waren zu verkaufen oder Kinder, die mit Schuluniform durch den Basar laufen und die Bücher unter dem Arm geklemmt haben. Es gibt Männer mit langen Bärten, die eine Galabeya tragen (arabisches Hemd) und gerade von der Moschee kommen oder hinpilgern, ausserdem Männer, die mit ihrer ganzen Familie Einkäufe im Bazar machen und wohlwollend ihrer Frau das Portemonnaie reichen.
Durch das ganze Gewühl bahnen sich Lieferantenautos und ab und zu ein Taxi hupend und mutig rangierend ihren Weg durch die Fußgängerzone. Oft fahren sie in Fingerbreite an den Verkaufsständen vorbei-komischerweise geht es immer gut.
Am Khan El-Khalili Basar bekommt man alles. Egal, ob Kamelhocker, Schach- und Backgammon-Spiele mit Alabaster-Einlegearbeiten, Geldbörsen und Gürtel aus Leder, günstige Baumwolle, Handtücher oder Souvenirs und Lebensmittel.
Den wahren Zauber entdeckt man in den Innenhöfen, die meistens in einer Sackgasse liegen. Dort findet man viele Werkstätten, wo man Glasbläsern, Kupfer- und Goldschmieden und Schneidern bei ihrer Kunst zusehen kann.

Khan-El-Khalili in Kairo
Ansicht Khan-el-Khalili-Bazar in Kairo

Zitadelle des Saladin in Kairo

 

Zitadelle von Saladin

Über der Altstadt von Kairo thront die Zitadelle von Kairo. Schon von weitem kann man die hohen Minarette und die Kuppeln der Mohammed-Ali-Moschee erkennen. Die Bauwerke, die auf diesem Hügel liegen, stammen aus verschiedenen Epochen.

Saladin (Salah al Din al Ayyubi) ließ hier im Jahr 1176 eine große Festung bauen, die gegen die Kreuzfahrer erbaut wurde. Für den Bau wurden (leider) Steine der kleinen Pyramiden von Memphis genommen. Mauern mit Schiessscharten und eine Reihe von Türmchen machten diese mächtige islamische Festung sturmsicher.
Die Festung wurde allerdings erst 30 Jahre nach dem Tod von Saladin fertig gestellt. Im Inneren befanden sich Moscheen, Paläste, Lager und Stallungen. Allerdings steht die Festung heute nicht mehr wie in ihrem ursprünglichen Zustand, denn eine verheerende Pulverexplosion im Jahr 1823 vernichtete große Teile des Bauwerks und stürzte viele Menschen in den Tod.
Die Zitadelle wurde wieder aufgebaut (von Mohammed Ali) allerdings als eine völlig neue Anlage.
Heute befinden sich in der Zitadelle ein Militärmuseum und ein Polizeimuseum mit Waffen und Orden. Beides ist nur mäßig interessant.
Allerdings ist der Ausblick von der Zitadelle über Kairo wirklich sehr schön. Sehenswert ist auch die Mohammed-Ali-Moschee, auch Alabastermoschee, die sich auf der Anlage befindet.

Sultan-Hassan-Moschee

Sultan-Hassan-Moschee in Kairo
Sultan-Hassan-Moschee in Kairo

Die Sultan-Hassan-Moschee wurde im Jahr 1363 fertig gestellt und gehört zu den bedeutendsten Monumenten der islamischen Altstadt von Kairo. Die Moschee ist ein schönes Beispiel für die Architektur der Mameluckenzeit.

Das Gebäude ist asymmetrisch fünfeckig und 7900 Quadratmeter groß. Dabei hat es eine Höhe von 36 Meter und wirkt ein wenig wie eine dunkle Festung.
Ursprünglich waren vier Minarette geplant, doch es wurden nur zwei gebaut. Ein Minarett fiel schon beim Bau ein.
Sultan Hassan erlebte die Fertigstellung seiner Moschee nicht mehr, da er 1361 von Rivalen getötet wurde. Seine Leiche wurde nie gefunden. Im Mausoleum der Moschee liegen daher nur seine Söhne.
Die Moschee wird heute noch genutzt. Es waren einmal vier Religionsschulen dort untergebracht (Madrasa), die restauriert werden.
Zum großen Eingangsportal der Moschee steigt man eine Treppe hinauf und geht im reich dekorierten Vorraum nach links durch einen Gang zum Innenhof. Der Innenhof hat einen Brunnen, um den acht Säulen ein Holzdach tragen. Von den vier Gebetsräumen gehen Türen zu den Rechtsschulen der Hanafiten, Hanbaliten, Malikiten und Schafiiten.
Frontal blickt man auf den Hauptiwan, in dem die Gebetsnische mit dem goldenen Schriftfries liegt. An der Wand entlang läuft ein größerer Schriftfries aus Stuck.
Am Ende der Treppe, die hoch zur Gebetskanzlei führt, befindet sich eine mit Bronze beschlagene Holztür. Man kann weitere große Bronzetüren im Hauptgebetsraum finden.
Durch eine Gittertür kann man das Mausoleum betreten und dort die Stalaktitendekoration an der Decke und das Schriftfries in riesigen goldenen Buchstaben bewundern.